Wir sind eine offene Gruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sich regelmäßig für Rollenspielabende zusammen zu finden, sowie generell mehr Kontakt und Austausch zwischen den Rollenspielern/-innen der Region zu ermöglichen. Neulinge sind natürlich herzlich willkommen und werden gerne in die Welt des RPGs eingeführt!

Gespielt werden kann dabei alles, wofür sich - spontan oder vorher abgesprochen - genug Leute zusammenfinden, prinzipiell geht jedes Genre und System. Momentan finden in den Sessions vor allem One-Shots bzw. Kurzkampagnen statt, auf längere Zeit ausgelegte Spiele können sich aber auch gerne entwickeln.

Gegründet hat sich der Spieleabend übrigens im Frühjahr 2011 über die StudiVZ Gruppe "Rollenspiel - Göttingen und Süd-Niedersachsen" - mittlerweile finden Diskussion und Absprachen aber in erster Linie in einer Facebook-Gruppe statt: Pen&Paper-Rollenspiel Göttingen. Außerdem sind wir bei Google+ zu erreichen.

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Dienstag, 27. Februar 2018

GRT 2018 in Göttingen


Zum sechsten Mal in Folge fand der Gratisrollenspieltag in Göttingen unter der Schirmherrschaft des Studentenwerks statt, dieses Jahr auch in Kooperation mit der Spieleburg, die ein Almanachpaket bei Pegasus bestellt hatten (herzlichen Dank an das Kulturbüro und die Burg!). Mittags kam jemand vom Göttinger Tageblatt vorbei, und am Montag war schon der Bericht in der Zeitung.

Gescannter GT-Artikel von Karola Hoffmann, 26.2.18 mit Foto von Peter Heller - das Foto ist vom GRT 2014.

Obwohl ich nicht viel Energie in das Zusammentrommeln von Spielleiter*innen stecken konnte, hatten wir mehr Rundenangebote als Nachfrage. Danke an alle, die sich engagiert haben! Weil ich selbst mit Spielleiten beschäftigt war, hatte ich den Raum nicht so stark im Blick. Ich bin ziemlich sicher, dass wir über 30 Gäste hatten, wahrscheinlich etwa 40 oder noch ein paar mehr. Es gab sechs Spielrunden, davon drei Cthulhu-Runden (zwei in den 1920ern, eine Now) und je einmal Symbaroum, Michtim, und (ganz spontan) Zettel-RPG. Angeboten waren außerdem noch Microscope und Geh Nicht in den Winterwald. 
Cthulhu-Logo


Symbaroum-Schriftzug

Fünf Runden liefen parallel, insgesamt haben wir etwa 30 Leute an den Spieltischen gehabt. Gegen Mittag fragten noch ein paar Leute, wann die nächste Spielrunde anfangen würde, aber da waren leider gerade keine SL frei. Für nächstes Jahr wäre es gut, gezielt einzuplanen, dass neben den vier bis fünf Runden, die sich zwischen 11 und 12 Uhr bilden, ein oder zwei SL gezielt frei bleiben, um später ankommende Leute zu begrüßen und bei Interesse mit ihnen etwas zu spielen.

Die ersten GRT-Gäste stehen an den Tischen, auf denen das Gratismaterial ausliegt.

In welchen Runden die Welt gerettet wurde, oder welche Charaktere gestorben oder wahnsinnig geworden sind, kann ich leider nicht berichten, aber ich kann aus meinen beiden Spielrunden erzählen.
Zwei hamsterähnliche Wesen mit braunem Fell gucken glücklich, unter ihnen steht der Michtim-Schriftzug
In Michtim – Fluffy Adventures, einem Rollenspiel von Georg Mir, spielt man „Michtims“, das sind hamsterähnliche, intelligente, freundliche Wesen. Wir haben ein Einsteigerabenteuer mit jungen Michtims gespielt: Kinder, die an einem Backwettbewerb teilnehmen. Dazu müssen die Zutaten besorgt werden. Freddifred hat eigentlich alles immer im Mund transportiert (auch ohne Backentaschen). Bartolomaus hatte erst große Angst vor den Bienen, aber am Ende nicht nur Freundschaft mit ihnen geschlossen, sondern auch ganz behutsam die Handelsbiene umarmt! Der Karmapunkt zum Nochmalwürfeln war es definitiv wert. Lele und Munmun haben sich von den unfreundlichen Drohnen der Goldzahn-Korporation nicht einschüchtern lassen. Munmun hat eine Drohne durch einen Trick in ihre Tasche gestopft, und Lele hat eine andere Drohne abgelenkt und nicht nur ihren Freunden Zeit verschafft, mehr Obst und Nüsse zu sammeln, sondern sogar selbst noch heimlich etwas gepflückt. Ein völlig unerwartetes Highlight war aber die Szene, die entstand, während die Gruppe unterwegs zu dem Obstgarten waren und einige von ihnen ein Lied sangen (Bart, der ängstliche mit geringem Selbstvertrauen, sang nicht mit – er hatte schon vorher zugegeben, nicht singen zu können). Pip ließ seinem Ärger über das Singen freien Lauf und verletzte Munmun (um die sich gleich Lele kümmerte). Bart versteckte sich vor Schreck so gut, dass Freddi ziemlich lange suchen musste, um ihn zu finden – nachdem er Pip gebeten hatte, nicht so unfreundlich zu sein. Pip gestand dann gegenüber Bart, dass sein Ärger nur daher kam, dass er selbst nicht gut singen kann, und Bart verstand das sehr gut und verriet Pip, dass er auch nicht singen kann. Der eine Spieler ging dazu zu dem anderen Spieler, und die beiden flüsterten sich ihre Geheimnisse zu. Das war sehr schön.
Die Bocicne der Gruppe wurden am Ende auch so gefühlvoll, obstreich und lecker gebacken, dass sie ganz klar den Wettbewerb gewannen.


Die fünf Spielerinnen und Spieler der Michtim-Runde sitzen um einen Tisch, auf dem Spielmaterialien liegen.

Nachmittags hatten die fünf Michtim-Spielerinnen und -Spieler noch Lust auf eine weitere Runde, und vier weitere Personen suchten auch gerade. Also habe ich völlig spontan das Zettel-RPG geleitet. Das Heftchen hatte ich zwar schon einmal vor längerem durchgelesen, aber die Regeln nicht mehr präsent. Aber das System lässt sich auch völlig unvorbereitet leiten.
Cover des Zettel-RPGs
Bei der Charaktererschaffung entstanden eine bunt gemischte Reisegruppe sowie ein kurzsichtiger Brauereimeister und Gastwirt. Die Reisegruppe war unterwegs von A nach B und wollte die Nacht im Wirtshaus Zum Rennenden Reh verbringen. Außer ihnen (und dem Gastwirt) waren dort nur drei Skatspieler, wodurch das kleine Dörfchen im Rotforst, in dem das Wirtshaus steht, den Namen Altenburg erhielt. Da ich überhaupt keinen Plot geplant hatte, war es hilfreich, einen der Skatspieler sehr abergläubisch sein zu lassen und von den Geisterräubern und den Schrompfen reden zu lassen. Plötzlich musste der Wirt feststellen, dass sein Bierkeller komplett leergeräumt worden war – 19 volle Fässer waren verschwunden! Sie konnten nicht durch die Gaststube entwendet worden sein – das wäre sogar dem kurzsichtigen Wirt aufgefallen – aber die Fässer passten auch nicht durch die kleinen Fensterlöcher des Kellers. Das ging nicht mit rechten Dingen zu.
Während sich die Handlung entfaltete, hatten wir viel Spaß mit der Kurzsichtigkeit des Wirts, dem Pech des spielsüchtigen Schmieds, dem die Kurtisane zu Hilfe kam, und dem Mandolinenspiel des Kleinkünstlers. (Wenn du auf Mandolinenspiel würfeln willst, was willst du damit erreichen? - Ich will wissen, ob es gut klingt! Super Würfelergebnis, ich lasse die Skatspieler im Rennenden Reh applaudieren, und die Cthulhu-Spieler an den Nachbartischen klatschen ebenfalls…)
Das Rätsel um das verschwundene Bier, die Schrompfe und die Geisterräuber konnte am Ende gelöst werden, nicht zuletzt dank der magischen Lupe der Krämerin und dem Weihwasser des Skatspielersohnes (hätten wir doch nur einen Priester in der Reisegruppe gehabt!).

Auslage des Gratismaterials
Nach dem Gelächter und den strahlenden Augen an den anderen Tischen zu urteilen hatten auch die Cthulhu- und Symbaroum-Spieler*innen viel Spaß. Der GRT ist jedes Jahr wieder ein großartiger Tag für Spielspaß, Reinschnuppern in die Welt des Rollenspiels, und Begegnung und Austausch mit Gleichgesinnten.
Das Gratismaterial kam bei allen gut an. Schön war, wieviel spielbares Material (vor allem Schnellstarter) dabei war. Zuguterletzt daher auch ein großer Dank an die großen und kleinen Verlage, die die Veranstaltung sponsern, indem sie kostenlose Produkte bereitstellen. 
Nächstes Jahr wieder? Definitiv!


Auslage des Gratismaterials

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